Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Schleimhautentzündung

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Schleimhautentzündung
Therapie einer Schleimhautentzündung

In vielen Fällen lassen sich die Symptome einer Schleimhautentzündung bereits durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten bessern. Insbesondere für Schleimhautentzündungen in Magen, Darm, Mund und Nase bedeutet das, dass zum Beispiel eine ausgewogene leichte Kost die Therapie einer Schleimhautentzündung begünstigen kann. Auf scharf gewürzte Speisen, sehr heiße oder sehr kalte Nahrung sowie Alkohol- und Nikotinkonsum sollte verzichtet werden. In einigen Fällen, besonders dann, wenn der Patient unter starken Schmerzen leidet, werden zur Therapie einer Schleimhautentzündung auch Medikamente verordnet. Selten wird ein operativer Eingriff nötig.

Therapie einer Schleimhautentzündung

Therapie einer Magenschleimhautentzündung

Zur Therapie einer Schleimhautentzündung des Magens ist es wichtig, dass der betroffene Mensch Nahrungsmittel zu sich nimmt, die leicht bekömmlich sind. Nahrungsmittel oder Medikamente, die den Magen reizen, sollten vermieden werden. Ob und welche Medikamente bei einer Schleimhautentzündung im Magen verschrieben werden, wird individuell entschieden. Bei der Auswahl von Medikamenten zur Therapie dieser Schleimhautentzündung spielt die Ursache der Magenschleimhautentzündung eine wichtige Rolle.

Therapie einer Mundschleimhautentzündung

Um eine Schleimhautentzündung im Mund zu therapieren, werden sehr häufig zunächst Präparate verschrieben, die die Schmerzen mindern, z. B. Sprays oder Mundwasser, die auch entzündungshemmend wirken. Auch der Genuss besonders heißer oder kalter Nahrungsmittel, der Konsum von stark gewürzten Lebensmitteln oder von Alkohol oder Nikotin sollte von Patienten, die unter einer Mundschleimhautentzündung leiden, gemieden werden. Dagegen sollten Lebensmittel gegessen werden, die die Schleimhaut nicht zusätzlich reizen, wie etwa Suppen, püriere Speisen oder Produkte aus Milch. Um die Speichelproduktion anzuregen, kann es helfen, wenn Menschen, die unter einer Mundschleimhautentzündung leiden, viel trinken.

Therapie einer Nasenschleimhautentzündung

Bei der Therapie einer Nasenschleimhautentzündung geht es zunächst vorrangig darum, die Ursache der Schleimhautentzündung zu beseitigen. Um die Beschwerden zu mindern, die bei einer Schleimhautentzündung in der Nase häufig auftreten, werden häufig Medikamente verschrieben, die eine Abschwellung der Schleimhaut begünstigen. Dazu gehören zum Beispiel Nasentropfen. In vielen Fällen helfen diese jedoch nur über einen kurzen Zeitraum.

Therapie einer Rachenschleimhautentzündung

In der Regel genügt es, wenn der Patient, der unter der Schleimhautentzündung im Rachen leidet, sich in Ruhe von der Krankheit erholt. Auch Lutschtabletten können helfen, um die Symptome dieser Schleimhautentzündung zu lindern.

Therapie einer Analschleimhautentzündung

Häufig werden dem Betroffenen, der unter dieser Schleimhautentzündung leidet, Salben zum Auftragen oder Zäpfen verschrieben, die die Symptome lindern und ggf. eine Schutzschicht gegen Mikroorganismen aufbauen können. Sind Hämorrhoiden ausschlaggebend für diese Schleimhautentzündung, werden diese bei Bedarf verödet oder im operativen Eingriff entfernt.

Therapie einer Scheidenschleimhautentzündung

Mit welcher Therapie die Schleimhautentzündung in der Scheide behandelt wird, ist meist abhängig von den Ursachen. Häufig werden zur Behandlung diese Schleimhautentzündung Cremes, Gels zum Auftragen oder Zäpfchen verschrieben.

Therapie einer Darmschleimhautentzündung

Wenn ein Mensch unter einer Schleimhautentzündung im Darm leidet, werden bei ihm in der Regel in erster Linie die Symptome behandelt. Das bedeutet, dass zur Therapie einer Schleimhautentzündung im Darm häufig Medikamente eingesetzt werden, die die Symptome lindern. Zudem wird in einigen Fällen eine Diät zur Therapie der Schleimhautentzündung verordnet. Manchmal auch ein operativer Eingriff nötig.

Therapie einer Gebärmutterschleimhautentzündung

In vielen Fällen wird diese Schleimhautentzündung mit Medikamenten therapiert. Diese sollen etwa bewirken, dass entzündete Stellen in der Gebärmutter abgestoßen werden.

Daniela Lukaßen

 

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Die Ursachen für die Entstehung einer Schleimhautentzündung sind vielfältig. In vielen Fällen spielen Infektionen eine wichtige Rolle für die Entstehung einer Schleimhautentzündung. Ausgelöst wird die Schleimhautentzündung oft durch Viren oder Bakterien. Auch Pilzinfektionen können die Ursache sein. Daneben sind auch Allergien oder ein Mangel an Vitaminen als Ursache zu nennen. Die Entstehung in verschiedene Regionen des Körpers erfolgt jeweils unterschiedlich. Bei einer Mundschleimhautentzündung zum Beispiel kann der übermäßige Konsum von Alkohol und Zigaretten zu der Erkrankung führen. Eine Gebärmutterschleimhautentzündung dagegen kann bei schwangeren Frauen auftreten oder wird durch ungeschützten Geschlechtsverkehr begünstigt.


Insbesondere bei Menschen, die eine Chemotherapie oder Strahlentherapie machen, kann eine Schleimhautentzündung als Nebenwirkung auftreten. Denn die Chemotherapie kann die Schleimhäute angreifen, die sich in der Folge entzünden. Gerade bei Menschen, die diese Therapie machen, sind darum einige präventive Maßnahmen zu beachten. So kann einer Schleimhautentzündung etwa vorgebeugt werden, indem auf eine Vollwertkost geachtet wird. Das bedeutet, dass scharfe, stark gewürzte Speisen nicht oder nur sehr selten konsumiert werden sollten. Auch der Alkohol- und Nikotinkonsum sollte eingeschränkt werden. Zudem sollten besonders Schmerzmittel nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da diese eine Schleimhautentzündung begünstigen können.

Diagnose Schleimhautentzündung

Die Diagnose einer Schleimhautentzündung erfolgt in der Regel zunächst durch eine gründliche Anamnese, das bedeutet, durch ein Gespräch zwischen Arzt und Patient. In diesem Kontext werden auch die Lebensgewohnheiten des Patienten thematisiert, um schon auf diesem Weg Rückschlüsse ziehen zu können. Aufschlüsse können zum Beispiel die Essgewohnheiten des Patienten geben. Im Anschluss folgt bei der Diagnose einer Schleimhautentzündung meist die gründliche körperliche Untersuchung. Häufig wird diese durch Blutuntersuchungen im Labor ergänzt. Im Fall einer Schleimhautentzündung im Darm wird häufig auch eine Stuhluntersuchung durchgeführt. Bei der Schleimhautentzündung in der Gebärmutter wird häufig ein Abstrich genommen, welcher dann im Labor untersucht wird.